Die Produktreihe Minitrix

Die Produktreihe Minitrix

Die Produktreihe Minitrix aus dem Hause Märklin und der technische Systemfortschritt

Wo Minitrix draufsteht, ist schon lange nicht mehr Minitrix drin, zumindest wenn man die Entwicklung im rechtlichen Sinne betrachtet. Minitrix steht für die ersten elektrisch betriebenen Modelle der Mutterfirma Trix aus Nürnberg. Die ersten Fahrzeuge der Serie wurden im Jahre 1964 auf den Markt gebracht. Was danach folgte, waren zahlreiche firmeninterne Veränderungen. Bereits ein Jahr später übernahm die Essener Wassag AG den Traditionshersteller für Modelleisenbahnanlagen. Mitte der 90iger Jahre folgte der Konkurs des fränkischen Unternehmens. Der deutsche Marktführer Märklin übernahm Trix 1997. Die Zusammenarbeit der beiden deutschen Hersteller reicht aber schon viele Jahre zurück. Bereits 1978 arbeiteten beide Firmen beispielsweise an den Projekten „König Ludwig Zug“ und „Kaiserzug Wilhelm II“ zusammen. Neuster Eigentümer ist seit einigen Jahren die Kingsbridge Capital Group aus London. Die Markennamen Trix, Märklin und Minitrix werden aber bis heute erfolgreich fortgeführt und vermarktet.

Auf welchen Schienen kann Minitrix genutzt werden?

Minitrix wurden speziell für die Spur N und den Maßstab 1zu160 entwickelt. Auf anderen Modelleisenbahnanlagen kommt der Nürnberger Klassiker nicht zum Einsatz. Die Spur N, welche im Jahre 1964 mit dem Maßstab 1und160 und der 12 Volt Technik genormt wurde, verspricht schier unendliche Kombinationsmöglichkeiten auf den Modellbahnanlagen. Das Produktportfolio reicht durch alle Epochen der Eisenbahn. Angefangen von der Dampflok des 19. Jahrhunderts bis hin zu den supermodernen ICE-Zügen ist alles vorhanden.

Wie wird das Angebot der Produktlinie unterteilt?

Minitrix lässt sich in die Kategorien Lokomotiven und Waggons unterteilen. Eine weitere Gliederung in den einzelnen Sektoren kann folgendermaßen vorgenommen werden.

Lokomotiven:

  • Dampfloks
  • E-Loks
  • Dieselloks
  • Triebwagen

Waggons:

  • Güterwagen
  • Personenwagen

Doch dies ist noch längst nicht alles. Zu Minitrix gehören auch spezielle Gleise und Gleissysteme zum Einbau auf Modellbahnanlagen. Nicht unwesentlich ist das Zubehör, welches der Modelleisenbahn ihren unwiderstehlichen Charakter vermittelt. Dazu gehört unter anderem der Bausatz „Hochkohleofen“, die Großkohleanlage und die zahlreichen Innenbeleuchtungen.

Was zeichnet die Technik von Minitrix aus?

Die Minitrix-Modelle zeichnen sich durch die integrierte Selectrix Technik aus. Das Digitalsteuerungssystem für Modelleisenbahnen kann zum Fahren, Steuern und Schalten genutzt werden.

Alle Triebfahrzeuge der Baureihe sind mit entsprechenden Sensoren ausgerüstet, welche die Dateninformationen empfangen, filtern und an den Motor weiterleiten. Dabei werden das Tempo gedrosselt oder verschärft, die Lampen aus- oder angeschaltet beziehungsweise der Zug komplett zum Stillstand gebracht.

Die Selectrix Technik kann aber noch vielmehr. Sie steuert komplette Modelleisenbahnanlagen automatisch. Nicht nur das Weichen und Signale bedient werden, das System erkennt auch belegte Strecken, beispielsweise nach einem Unfall. Die Meldungen werden direkt im Decoder verarbeitet und ankommende Züge angehalten oder umgeleitet. In diesem Bereich steht die Modelleisenbahn dem herkömmlichen Zugverkehr in Nichts nach.

Entwickelt wurde das System im Jahre 1997 von der Firma Doehler & Haass. Eingetragen ist die Selectrix Marke jedoch zugunsten des Nürnberger Modellbahnherstellers Trix. Das System ist mit allen Produkten anderer Modellbahnhersteller kompatibel und zeichnet sich durch seine Schnelligkeit und Lastenunabhängigkeit aus. Auch die Funktionsvielfalt kann überzeugen.

Doch Selectrix ist nicht das einzige automatische Steuerungssystem für Modelleisenbahnanlagen. Sehr weit verbreitet ist das DCC System, welches auf einer Entwicklung der Firma Lenz beruht. Im H0 Spurbereich werden vorwiegend das Märklin–Motorola-Digitalsystem und das Märklin – Systems mit mfx-Decoder angewandt.  Selectrix hingegen kommt in der Regel bei der Spur N und der Spur Z zum Einsatz.

Die Vorteile von Selectrix und anderen digitalen Systemen

Musste vor einigen Jahren die Modelleisenbahn noch mit der Hand bedient werden – es war also immer notwendig, dass ein „Fahrdienstleiter“ die Züge in Bewegung setzte – können heute große Anlagen computergesteuert werden. Das beste Beispiel hierfür ist sicherlich die weltgrößte Modellbahnanlage, das Miniatur Wunderland in Hamburg. Auf der einmaligen Anlage im Speichertor fahren bis zu 900 Züge gleichzeitig, welche von 46 Computern gesteuert und gelenkt werden.

Auf den Spuren von Minitrix

Wer sich die Geschichte der Produktreihe vor Augen führen möchte, kann dies einerseits in zahlreichen Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Büchern oder direkt vor Ort im Märklin Museum in Göppingen tun. Die Produktlinie nimmt aber nur einen kleinen Teil der Ausstellung ein. Das Museum präsentiert nahezu alle Artikel aus der 147jährigen Firmengeschichte. Von Mädchenspielzeugen bis zur digital gesteuerten Modellbahnanlage wird das breite Spektrum historischer und aktueller Märklin Produkte dokumentarisch dargestellt.

Die aktuellen Produktreihen der Firma Trix

Auch, wenn die Firma rein rechtlich überhaupt nicht mehr existiert, sind die klaren Strukturen auch nach Übernahme durch Märklin erhalten geblieben. Die Produkte werden weiterhin unter dem bekannten Markennamen hergestellt und vertrieben. Abschließend möchten wir die aktuellen Labels nochmals zusammenfassen:

  • Minitrix. Die bekannte Produktlinie eignet sich für Modelleisenbahnen der Spur N. Sie umfasst Lokomotiven, Waggons, Gleise und Zubehör.
  • Trix H0 war lange Jahre als Trix international bekannt. Die Baureihe im Maßstab 1 zu 87 beinhaltet das gleiche Produktportfolio wie die kleine Schwester.
  • Selectrix. Mit dem eingetragenen, digitalen Steuerungssystem können komplette Modelleisenbahnanlagen betrieben werden.
  • Trix C Gleis. Die modernen, kindergerechten H0 Gleise sind trittfest und auf Grundlage der Märklin C-Gleise weiterentwickelt worden.

Viele Grüße
Detlef Brinkmann

Bildquellenangabe:  Uwe Schwarz / pixelio.de

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