Modelleisenbahnanlagen mit Kibri gestalten

Kibri auf Modelleisenbahnanlagen

Die Geschichte des Traditionsunternehmens Kibri

Bereits im Jahre 1895 wurde die Firma Kibri von Wilhelm Kindler und Adolf Briel in Böblingen gegründet. In den Anfangsjahren produzierte und vertrieb das Unternehmen einfache Blechspielzeuge, doch bereits ab dem Jahre 1925 wurden die ersten Gebäude für Modelleisenbahnanlagen hergestellt.

Diese Modelle wurden zwar ebenfalls aus einfachem Blech gestaltet, fanden aber auf Grund der schlichten Form und der für die damalige Zeit revolutionären Farben schnell eine Anhängerschaft und sind heutzutage heiße Sammlerobjekte.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden die ersten Bahnhöfe, Brücken und Stellwerke aus alten Blechdosen gefertigt, doch schon bald wurde die Kunststoff-Spritzgusstechnik im Hause Kibri eingeführt. Damit begann der Aufstieg zu einem der größten Hersteller für Modellbauzubehör und Modellbahnanlagen. Dabei fertigte das Unternehmen viele Kultobjekte, welche sich einen Platz in der Geschichte der Modelleisenbahn gesichert haben.

Das neue Jahrtausend begann für die Firma Kibri mit einigen finanziellen Schwierigkeiten. Des Weiteren konnte kein geeigneter Nachfolger für den in den Ruhestand tretenden Geschäftsführer Klaus Sick gefunden werden. Im Jahr 2007 folgte dann die Übernahme die Wuppertaler Firma RiRe und das Hauptwerkes in Böblingen wurde geschlossen und nach Schopfloch verlegt. Im Jahre 2009 wurde die ungarische Produktionsstätte von der Viessmann Modellspielwaren GmbH übernommen.

Ein Jahr später hat die Viessmann Modellspielwaren GmbH das komplette Unternehmen übernommen und den Standort Schopfloch bei Freudenstadt geschlossen. Die 115 Jahre alte Geschichte der Traditionsmarke als eigenständiges Unternehmen war beendet. Die Viessmann Modellspielwaren GmbH nutzt aber auch heute noch den klangvollen Markennamen Kibri, die Produkte werden aber ausschließlich in Ungarn und Rumänien produziert.

Die Produktpalette der Firma Kibri

Das jetzt von der Viessmann Modellspielwaren GmbH geleitete Unternehmen, bietet hauptsächlich Bauwerke und Fahrzeuge für die Modelleisenbahn an, welche aus Plastik gefertigt werden. Ein besonderes Augenmerk liegt hier auf der Spur N, die den Maßstab 1zu160 repräsentiert.

Es werden aber auch Produkte in anderen Maßstäben gefertigt. Neben den Bausätzen und fertigen Modellen wird auch Geländebaumaterial, Dioramenbaumaterial, Beleuchtungen, Figuren und komplette Modelleisenbahnanlagen von Kibri vertrieben.

Das aktuelle Sortiment umfasst mehr als 8000 verschiedene Artikel rund um das Thema Modelleisenbahnanlagen. Seit der Firmenübernahme werden ausschließlich Modelle in den Maßstäben H0, N und Z gefertigt. Die Gebäude und das Modelleisenbahnzubehör werden aus Polystyrol gefertigt. Für den Maßstab H0 werden zudem Straßen- und Schienenfahrzeugen angeboten.

Besondere Modelle:

Legendäre Objekte für die Modelleisenbahn, gibt es in einem traditionsreichen Unternehmen wie diesem in großer Anzahl. Einzelne Modelle hervorzuheben fällt uns daher nicht leicht.

Ohne Frage zählt das ab dem Jahre 1959 hergestellte Tanklager, welches aus insgesamt fünf Bausätzen bestand, dazu. Das Tanklager wurde ab 1972 auch als Fertigmodell angeboten und bestand ausschließlich aus Kibriteilen.

Natürlich zählt auch das Großkranmodell Gottwald AMK 1000 dazu, welches Anfang der 90er Jahre in verschiedenen Maßstäben angeboten wurde.

Bei den neuen Modellen 2014 sticht besonders der Busbahnhof von Halle hervor. Dieses Modell bildet den Busbahnhof originalgetreu nach setzt durch eine ausgeklügelte Beleuchtungstechnik neue Maßstäbe. Besonders die futuristische Wartehalle und die geschwungenen Elemente werden das Herz jedes Modelleisenbahnanlagen Fans höher schlagen lassen.

Mit dem Bausatz „Rödertor in Rothenburg“, welcher ausschließlich für die Spur N im Maßstab 1zu160 angeboten wird, ist den Designern ein besonders schönes Modell gelungen. Das Rödertor wird detailgetreu dargestellt und verschönert so nahezu alle Modellbahnanlagen.

Das besondere an der Spur N im Maßstab 1zu160

Modellbahnanlagen im Maßstab 1zu160 werden umgangssprachlich Spur N genannt. Offiziell wird dieser Maßstab als Nenngröße N bezeichnet und ist durch die Normen Europäischer Modellbahnen oder Normes Européennes de Modélisme (französisch) kurz NEM gekennzeichnet.

Durch diese Norm können sich Anhänger von Modellbahnanlagen darauf verlassen, dass die als Nenngröße N bezeichneten Komponenten genau zusammenpassen. Die Bezeichnung 9 stammt im übrigen von dem Wort „Neun“ ab, denn die Vorbild Spurweite von 1435 Millimetern beträgt bei der Spur N 9 Millimeter.

Da die Nenngröße N nach der Spur Z die zweitkleinste handelsübliche Spur ist können die Komponenten relative kostengünstig hergestellt werden. Trotdem ist der Maßstab groß genug um auf Details einzugehen.

Natürlich benötigen Modellbahnanlagen der Nenngröße N auch nicht so viel Platz, wie zum Beispiel die am häufigsten verwendete Spur H0, welche im Maßstab 1:87 die Modelle abbildet.

Bereits 1912 wurden die ersten Modelleisenbahnanlagen in diesem Maßstab von den Gebrüdern Bing gefertigt. Nach der Normung im Jahre 1964, welche gleichzeitig festlegte, dass die Anlagen mit 12 Volt betrieben werden, hat die Spur N endgültig ihren Siegeszug in der Modellbaubrache angetreten.

Alle namhaften Hersteller und natürlich auch das Traditionsunternehmen Kibri produzieren seitdem Modelle für die Nenngröße Spur N im Maßstab 1zu160.

Viele Grüße
Detlef Brinkmann

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